Im Sinne der Stärkung der Städte und der Schaffung von Arbeitsplätzen muss die Ansiedlung von Logistikunternehmen in Magdeburg, Halle und Dessau weiter forciert werden. Hintergrund ist natürlich die zentrale Lage des Landes in Deutschland und in Europa, die es geradezu für derartige Ansiedlungen prädestiniert. Ansiedlungen, wie die von DHL in Leipzig, von der natürlich auch Halle als Bestandteil der Metropolregion Halle-Leipzig profitiert, beweisen, dass der mitteldeutsche Raum diesen Anforderungen gewachsen ist.Gelingt es dagegen nicht, dieses Potential in Sachsen-Anhalt zu nutzen, wird das Land auf Dauer lediglich ein Transitland bleiben.
Bislang noch relativ unbekannt ist der Ostsee-Alpen- bzw. Ostsee-Adria-Korridor, in dem beachtliche Waren- und Transportströme in Nord-Süd-Richtung und umgekehrt fließen. Darin eingebunden zu sein, bietet jeder Region große Entwicklungschancen.
Die Nutzung dieses Korridors verschafft neben ökonomischem auch enormes kulturelles Entwicklungspotential. Berlin und Brandenburg haben das sich bietende Potential bereits erkannt und wollen gemeinsam als Hauptstadtregion intensiv die Nutzung des Korridors vorantreiben. Eine gemeinsame Landesplanungsabteilung hat sich dort der Thematik angenommen. Nach diesem Vorbild ist eine intensivere Zusammenarbeit mit Sachsen und Thüringen anzustreben, um sicherzustellen, dass auch die mitteldeutschen Städte sich der Nutzung des Korridors verschreiben.
Veit Wolpert, Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion
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