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Es gibt aber Hoffnung. Sie ist dort begründet, wo man Freiheit gewährt, wo Lehrer, Eltern und Schüler ihre Angelegenheiten selbstständig regeln dürfen. Die Schule muss über Personalentscheidungen weitgehend allein verantwortlich entscheiden dürfen, ebenso wie über das pädagogische Profil und darüber, wofür sie ihr Budget verwendet. Über Konjunkturpakete und PPP-Projekte haben wir in Sachsen-Anhalt viele Schulen und Kitas saniert. Dass die Umsetzung vor Ort so reibungslos klappte und in vielen Kommunen der unverhoffte Geldsegen mit erster Priorität in die Bildung investiert wurde, dafür sollte man den beteiligten Akteuren aus Verwaltung und Kommunalpolitik Dank abstatten. Die Kommunen haben gezeigt, dass sie selbst bildungspolitische Verantwortung übernehmen können. In Magdeburg hat bereits eine kommunale Bildungskonferenz stattgefunden, ein Bildungsbericht folgt, 2011 wird zum fünften Male eine Kulturschultüte an alle Erstklässler verteilt.
Jetzt müssen wir es "nur" noch schaffen, die künstliche Trennung von inneren (Personal=Land Sachsen-Anhalt) und äußeren (Ausstattung=Schulträger, meist Kommune) Schulangelegenheiten zu überwinden. Das Land muss loslassen können, muss sich auf die Rolle des Rahmensetzers und Koordinators beschränken, der auf vernünftige Standards und eine Qualitätskontrolle achtet. Wenn sich Vereine und Unternehmen vor Ort für Schule interessieren, wenn Netzwerke entstehen, die kulturelle oder sportliche Angebote in den Schulen begleiten und die Berufsorientierung fördern, dann gewinnt die Bildungslandschaft vor Ort. Die stets von denselben Akteuren aufgewärmte Strukturdebatte bringt uns nicht weiter.
Sven Haller

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