Als Kernregion deutscher Geschichte ist Sachsen-Anhalt für Millionen kulturgeschichtlich interessierter Menschen aus dem In- und Ausland eine äußerst attraktive Tourismusregion. Mit den UNESCO-Welterbestätten und den touristischen Markensäulen „Straße der Romanik“, „Gartenträume“, „Blaues Band“ und „Himmelswege“ sind die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Marketingarbeit geschaffen worden. FDP-Wirtschaftsminister Horst Rehberger hatte in der 1. und 4. Legislaturperiode einen großen Anteil daran.
Um diese Entwicklung erfolgreich fortzusetzen, sind Kontinuität und klare Strukturen sowie Strategien für die Tourismuswirtschaft erforderlich, um die Chancen dieser Wachstumsbranche zu nutzen. Die Zerschlagung der Landesmarketinggesellschaft (LMG) war der falsche Weg. Die heutige zersplitterte Organisation und die Sprunghaftigkeit des Tourismus-Marketings verhindern eine optimale Vermarktung des Landes im volkswirtschaftlich so bedeutenden Sektor des Tourismus. Im Interesse der Erschließung aller touristischen Potentiale des Landes müssen Tourismus-Strategie und Vertrieb wieder in einer schlagkräftigen Organisation gebündelt werden. Zudem sollten bei der Vermarktung alle neuen technologischen Möglichkeiten genutzt werden, um potentiellen Touristen umfassende Angebote unterbreiten zu können. Dies gilt beispielsweise für die Reformationsdekade mit dem Reformationsjubiläum im Jahre 2017 als Höhepunkt. 500 Jahre nach dem Wittenberger Thesenanschlag, der Ausgangspunkt für die Reformation war, können wir das Leben und Wirken Martin Luthers und damit unsere Region als Wiege der Reformation weltweit wirkungsvoll präsentieren.
Die Reformation als zentrales Ereignis in der Geschichte des christlich geprägten Europas hat die Entwicklung eines Menschenbildes gefördert, das von einem neuen Freiheitsbegriff beeinflusst wurde. Der eigenverantwortliche, seinem Gewissen verpflichtete Bürger ist ohne die Reformation nicht denkbar. Die Reformation hat die Aufklärung begünstigt, Menschenrechte und bürgerliche Freiheitsrechte wurden in der Folgezeiten zu den Fundamenten unserer heutigen Demokratie.
Die zentralen Lutherstätten sind bereits heute besondere touristische Attraktionen - so z.B. das Erfurter Augustinerkloster, die Eisenacher Wartburg und natürlich die Luthergedenkstätten in Wittenberg. Diese Attraktionen werden jetzt durch Pilgerwege, Veranstaltungszyklen und anderes miteinander vernetzt. Doch es bedarf einiger Überzeugungskraft, damit die Chancen, die die Reformationsdekade bietet, auch erkannt werden.
Die FDP in Magdeburg hat frühzeitig darauf gedrungen, dass die Landeshauptstadt, Magdeburg, wo Luther 1524 in der Johanniskirche predigte, diese Chance ergreift und hier nicht außen vor bleibt. Denn in den nächsten Jahren wird - nach Aussagen von Tourismusexperten - der sog. Missionstourismus stark ansteigen. Deutschland steht als Kulturreiseziel in Europa auf Platz 2 (hinter Frankreich). Unter den weltweit ca. 400 Mio. Protestanten (darunter über 70 Mio. Lutheranern) hat die Deutsche Zentrale für Tourismus ein hohes Interesse an Reisen aus religiösen Motiven identifiziert. Leben und Werk des Reformators und der Besuch der Reformationswege und –orte sind für Kulturinteressierte, religiöse Reisegruppen, Vertreter von Kirchen, Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen von hohem Interesse. Deutschland, insbesondere Sachsen-Anhalt, hat in der Reformationsdekade eine große Chance, sich als tolerantes, kulturell interessiertes und weltoffenes Land zu präsentieren.
Auf Antrag der Magdeburger FDP-Ratsfraktion beschloss der Stadtrat im September 2007, ein erstes Zeichen zu setzen und Bürger, Vereine, Organisationen und Unternehmen dazu aufzufordern, bis 2017 im Stadtgebiet 500 Apfelbäume zu pflanzen. Die Aktion nimmt Bezug auf ein Luther zugeschriebenes Bonmot: „Auch wenn ich wüsste, dass morgen die Welt zugrunde geht, würde ich heute noch einen Apfelbaum pflanzen.“
Die Reformation als zentrales Ereignis in der Geschichte des christlich geprägten Europas hat die Entwicklung eines Menschenbildes gefördert, das von einem neuen Freiheitsbegriff beeinflusst wurde. Der eigenverantwortliche, seinem Gewissen verpflichtete Bürger ist ohne die Reformation nicht denkbar. Die Reformation hat die Aufklärung begünstigt, Menschenrechte und bürgerliche Freiheitsrechte wurden in der Folgezeiten zu den Fundamenten unserer heutigen Demokratie.
Die zentralen Lutherstätten sind bereits heute besondere touristische Attraktionen - so z.B. das Erfurter Augustinerkloster, die Eisenacher Wartburg und natürlich die Luthergedenkstätten in Wittenberg. Diese Attraktionen werden jetzt durch Pilgerwege, Veranstaltungszyklen und anderes miteinander vernetzt. Doch es bedarf einiger Überzeugungskraft, damit die Chancen, die die Reformationsdekade bietet, auch erkannt werden.
Die FDP in Magdeburg hat frühzeitig darauf gedrungen, dass die Landeshauptstadt, Magdeburg, wo Luther 1524 in der Johanniskirche predigte, diese Chance ergreift und hier nicht außen vor bleibt. Denn in den nächsten Jahren wird - nach Aussagen von Tourismusexperten - der sog. Missionstourismus stark ansteigen. Deutschland steht als Kulturreiseziel in Europa auf Platz 2 (hinter Frankreich). Unter den weltweit ca. 400 Mio. Protestanten (darunter über 70 Mio. Lutheranern) hat die Deutsche Zentrale für Tourismus ein hohes Interesse an Reisen aus religiösen Motiven identifiziert. Leben und Werk des Reformators und der Besuch der Reformationswege und –orte sind für Kulturinteressierte, religiöse Reisegruppen, Vertreter von Kirchen, Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen von hohem Interesse. Deutschland, insbesondere Sachsen-Anhalt, hat in der Reformationsdekade eine große Chance, sich als tolerantes, kulturell interessiertes und weltoffenes Land zu präsentieren.
Auf Antrag der Magdeburger FDP-Ratsfraktion beschloss der Stadtrat im September 2007, ein erstes Zeichen zu setzen und Bürger, Vereine, Organisationen und Unternehmen dazu aufzufordern, bis 2017 im Stadtgebiet 500 Apfelbäume zu pflanzen. Die Aktion nimmt Bezug auf ein Luther zugeschriebenes Bonmot: „Auch wenn ich wüsste, dass morgen die Welt zugrunde geht, würde ich heute noch einen Apfelbaum pflanzen.“
Auf eine entsprechende Anfrage der FDP-Ratsfraktion musste die Verwaltung eingestehen, dass in den Lenkungsausschuss zur Vorbereitung des Reformationsjubiläums 2017 unter Vorsitz des Kultusministers des Landes Sachsen-Anhalt zunächst kein Vertreter der Landeshauptstadt berufen wurde. Das hat sich mittlerweile geändert. Gestützt auf die guten Erfahrungen bei der Vorbereitung des Stadtjubiläums 2005 vertritt die FDP die Auffassung, dass die Reformationsdekade und das Reformationsjubiläum 2017 durch eine Arbeitsgruppe kompetent vorbereitet werden muss. Das Land Sachsen-Anhalt hat es bisher noch nicht verstanden, das Thema "Reformationsjubiläum / Lutherdekade" mit konzeptioneller Kompetenz und verwaltungstechnischer Entschlusskraft zu steuern. Verantwortungsvolle Politik zum Wohl des Landes sieht anders aus.
Positiv zu vermerken ist, dass die Magdeburger Marketing Kongress und Tourismus GmbH (MMKT) mittlerweile eng in die nationale wie internationale Vermarktung des Reformationsjubiläums eingebunden ist. Dabei geht es vor allem vor allem um die Aktivitäten der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) sowie des „Europäischen Tourismusverbundes Stätten der Reformation e.V.,“ zu deren Mitgliedern die MMKT gehört.
Die DZT hat Magdeburg in den Kreis der Luther-Orte für die Vermarktung des Themas aufgenommen. Leider ist die MMKT bisher auf touristisch relevanten Messen zum Thema „Spirituelles Reisen“ in den USA nicht präsent. Magdeburg als Stadt der Reformation wird über die DZT und den Europäischen Tourismusverbund vermarktet. Das kann durch ein schlagkräftiges Städte- bzw. Regionenmarketing noch viel besser werden.

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